Weihnachtsmann Santa Claus

 

Entstehung des Santa Claus (Weihnachtsmann)

 

Ein Mitbringsel aus den Niederlanden: Aus Sinter Klaas wird Santa Clause

 

Nach Amerika gelangte der Weihnachtsmann im Gepäck holländischer Auswanderer. Sie nahmen ihren „Sinter Klaas“ mit in die Neue Welt. Seinen Namenstag feiert man am 24. und 25. Dezember. Von dort aus, startete er dann wohl seinen Siegeszug um die ganze Welt, als eines der wichtigsten Symbole für Weihnachten.

 

Als „Sinter Klaas“ in Neu Amsterdam, dem späteren New York, ankam, verschmolz auch er zunächst einmal im Schmelztiegel der Kulturen. Eine der ersten Beschreibungen, die der heutigen Form des Weihnachtsmannes ähnelt, stammt aus einem Gedicht des New Yorkers William Gilley. Dieser beschrieb im Jahr 1821 „Santeclaus“ als ganz in Fell gekleidet und auf einem von Rentieren gezogenen Schlitten fahrend. Eine weitere Darstellung findet sich in dem Gedicht „‘Twas the night before Christmas“ (A Visit from St. Nicholas) von Clement Clarke Moore, einem New Yorker, aus dem Jahr 1822. Er beschrieb den Nikolaus als lustigen Elf mit rundem kleinen Bauch, ganz in Fell gekleidet, mit glitzernden Augen, rosigen Bäckchen, einer Nase wie eine Kirsche, einem langen schneeweißen Bart und einer Pfeife.

 

 

 

Der Weihnachtsmann und Coca-Cola

 

Der deutsche Auswanderer Thomas Nast, der im Jahr 1846 nach New York ausgewanderte und in den USA als Karikaturist bekannt wurde, stellte den Weihnachtsmann ähnlich dar.

 

Weihnachten 1863 zeichnete er während des Amerikanischen Bürgerkrieges für das Magazin Harper's Weekly einen alten, bärtigen Mann, der vom Schlitten herab die Soldaten der Unions-Truppen

 

beschenkt. Nasts Vorstellung vom Weihnachtsmann ging auf den pfälzischen „Belzenickel“ zurück, eine regionale, Pelz-tragende Weihnachtsmannfigur aus dem 19. Jahrhundert, die er noch aus Kindheitstagen kannte. Als er später dazu aufgefordert wurde, seine Zeichnung zu kolorieren, wählte er die Farben rot und weiß. In den 1920er-Jahren setzte sich mehr und mehr die rot-weiße Robe des Weihnachtsmanns durch. Die New York Times schrieb 1927: „Ein standardisierter Santa Claus erscheint den New Yorker Kindern. Größe, Gewicht, Statur sind ebenso vereinheitlicht wie das rote Gewand, die Mütze und der weiße Bart“.

 

Dieses Bild wurde von dem amerikanischen Grafiker und Cartoonisten Haddon Sundblom aufgegriffen, der 1931 für die Coca-Cola Company im Rahmen einer Werbekampagne den Weihnachtsmann zeichnete; eigenen Angaben zufolge der Gestalt und dem Aussehen seines Freundes und älteren Coca-Cola Auslieferungsfahrers Lou Prentiss nachempfunden. Nach dessen Tod soll Sundblom sein eigenes Gesicht mit Hilfe eines Spiegels abgemalt und es dem Weihnachtsmann verliehen haben. Bis 1964 zeichnete er jedes Jahr mindestens einen Weihnachtsmann für die Coca-Cola-Werbung und prägte so nachhaltig die Vorstellung des „modernen“ Weihnachtsmannes. Diese Werbung war so erfolgreich, dass das heutige Aussehen des Weihnachtsmannes fälschlicherweise Coca-Cola zugeschrieben wird, obwohl es bereits mehrere Jahre vor Beginn der Werbekampagne bekannt war.

 

 

Allerdings dürften die alljährlich wiederkehrenden Werbefeldzüge des Limonadenkonzerns auf jeden Fall zu seiner weltweiten Verbreitung beigetragen und dieses Bild dabei grundlegend geprägt haben.

 

Coca Cola hat den Weihnachtsmann also weder erfunden, noch ihm seine Farben verpasst. Haddon Sundblom hat nur eine der gängigen Vorstellungen von Santa Clause aufgegriffen und es mit Hilfe der „Brausefirma“ vermarktet. Seine Zeichnungen waren so beliebt, dass er sie Jahr für Jahr neu erschaffen musste, um damit die Menschen auf der ganzen Welt zu erfreuen. Heute findet man ihn in Kaufhäusern und auf Werbeplakaten, überall auf dem Globus. Auch wenn nicht von jedem Land als „sein“ Weihnachtsmann übernommen, ist er überall präsent.

 

Selbst heute gibt es in den USA den Santa Claus als wirklichen Nachfolger des heiligen Nikolauses oder den Santa (Weihnachtsmann) der rein für den Kommerz ausgelegt ist.

Diese echten Santa Claus müssen auch den Santa Claus oath ablegen!

Santa Claus oath

I will seek knowledge to be well versed in the mysteries of bringing Christmas cheer and good will to all the people that I encounter in my journeys and travels.

I shall be dedicated to hearing the secret dreams of both children and adults.

I understand that the true and only gift I can give, as Santa, is myself.

I acknowledge that some of the requests I will hear will be difficult and sad. I know in these difficulties there lies an opportunity to bring a spirit of warmth, understanding and compassion.

I know the "real reason for the season" and know that I am blessed to be able to be a part of it.

I realize that I belong to a brotherhood and will be supportive, honest and show fellowship to my peers.

I promise to use "my" powers to create happiness, spread love and make fantasies come to life in the true and sincere tradition of the Santa Claus Legend.

I pledge myself to these principles as a descendant of St. Nicholas the gift giver of Myra.

                                                                                                                                                     -Phillip L. Wenz